Freitag, 22. Februar 2008

Poesie des Friedhofs

Wie gesagt, in Paris ist alles schön außer meiner Uni, vor allem Friedhöfe. Friedhöfe so voller Poesie und Anmut, dass man am liebsten auf der Stelle sterben würde, nur um dann beerdigt zu werden auf einem der Pariser Friedhöfe. Und das einzige Problem, das man hätte, wäre, dass man sich gar nicht entscheiden könnte, neben wem man dann lieber beerdigt wäre, neben Francois Truffaut oder Samuel Beckett oder doch eher ein bisschen Kiffen im Jenseits mit Charles Baudelaire, ob man lieber im Künstlerviertel Montmartre oder bei den Intellektuellen auf dem Cimetière Montparnasse seine letzte Ruhestätte finden wollte. Und dann, dann, wenn man endlich entschieden hat, was man will, noch in der Sekunde, in der einen der plötzliche Hirnschlag überfällt und auf dem Kiesweg vor dem ordentlich eingesäumten Grabe Marguerite Duras' hinwegrafft, dass man nämlich einfach ohne gefragt zu werden zu Jean-Paul-Sartre ins Grab dazu geschmissen werden will, so wie Simone de Beauvoir damals, dann hat man es doch geschafft, den einzigen anderen hässlichen Ort in Paris außer meiner Uni zu finden:



Dann wird man nämlich den Rest seines Todes unter einer zerfledderten Emma-Zeitschrift und einer Ansammlung von Pluto, der Hund-Tassen verbringen.

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