Gestern hing ich ein bisschen mit mir rum. Alina und Michael sind gestern nach Hause gefahren. Karina hatte Besuch von ihrem Freund. Ich bin mit Alina nach Paris gefahren. Dort hatte sie eine Mitfahrgelegenheit mit einem Typen, der jeden Tag von Paris nach Köln fährt. Damit sich bei Sebi die Nackenhaare hochstellen: Um die Zeit zu vertreiben, hat Alina uns einen Kaffee bei Starbucks gegönnt. (Das ist wahrscheinlich billiger als in allen Pariser Cafés. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sebi mir in Paris je einen Kaffee spendieren wird, bewegt sich gerade Richtung Null.)
Ich startete danach meine erste Pariser Sightseeing-Tour. Ich bin ja momentan noch als Touristin da, aber bald bin ich Wahlpariserin, schätz ich mal. Es ist wirklich zu schön. Ich hab mir zuerst die Opéra angesehen. Ich dachte schon, wow, toll!
Bis ich merkte, dass es sich bei der bestaunten Fassade lediglich um die Rückseite des Gebäudes handelte. Nach ein paar Boulevards, die, wie sich später herausstellte, zu den bedeutendsten Boulevards Paris zählen, gelangte ich zur Madeleine, einer Kirche, an der ich auch andächtig innehielt, weil Papa mich ja eigentlich Madeleine nennen wollte. Eine Luxusstraße weiter, die Rue Royal, kam ich direkt zum Place de la Concorde, wo ein 3000 Jahre alter Obelisk steht. Nebenan chillt der Eiffelturm. Man weiß echt nicht, wo man hingucken soll. Denn rechts geht es dann direkt auf die Champs Elysées und links, wo ich hinging, Le jardin des tuileries, den André Le Nôtre, der Gärtner von Louis XIV höchstpersönlich angelegt hat. Deshalb ist hier auch alles symmetrisch, sogar die Mülleimer! Lustwandelnd gelangt man direkt zum Louvre, wobei die Pyramide viel kleiner ist, als ich immer dachte, und daher natürlich nicht das ganze Museum nur in der Pyramide untergebracht ist, (was aber eigentlich bekannt ist).
Es war super Wetter und so konnte ich üben, schöne Fotos zu machen, u.a. auch, weil ich wie üblich wieder sämtliche Fotoapparate anderer Touristen in die Hand gedrückt bekam, um hässliche Fotos von ihnen und dem Eiffelturm, der viel zu weit weg war, zu schießen. An der Seine habe ich dann beschlossen, dass ich meinen Heiratsantrag mal unter dem Pont Neuf bekommen will, sonst sage ich Nein. Naja, das wollen sicher viele. Aber ist echt schön da.
Als ich zurück zum St. Lazare gelaufen bin (das ist mein neuer Neumarkt, weil ich mich da schon ein bisschen auskenne und jetzt sicher immer über St. Lazare fahren werde, egal, wo ich hinmuss), dachte ich dann schon, ich hätte die Paris-Krankheit. Ich hatte nämlich plötzlich das Gefühl, dass mich gleich einer der Pariser anschreien würde. Außerdem hat es mir gereicht mit der Schönheit, jedes Straßenschild mit noch mal drei Schnörkeln. Das tut irgendwann auch mal in den Augen weh! Lars würde Paris wahrscheinlich nicht schön finden, weil es zu sehr versucht, die schönste Stadt der Welt zu sein. Aber dann hatte ich doch keine Paris-Krankheit, denn mich hat gar niemand angeschrien und am nächsten Tag hab ich mich auch wieder aus dem Haus getraut. Deshalb musste mich niemand von der Deutschen Botschaft ausfliegen.
Ich startete danach meine erste Pariser Sightseeing-Tour. Ich bin ja momentan noch als Touristin da, aber bald bin ich Wahlpariserin, schätz ich mal. Es ist wirklich zu schön. Ich hab mir zuerst die Opéra angesehen. Ich dachte schon, wow, toll!
Als ich zurück zum St. Lazare gelaufen bin (das ist mein neuer Neumarkt, weil ich mich da schon ein bisschen auskenne und jetzt sicher immer über St. Lazare fahren werde, egal, wo ich hinmuss), dachte ich dann schon, ich hätte die Paris-Krankheit. Ich hatte nämlich plötzlich das Gefühl, dass mich gleich einer der Pariser anschreien würde. Außerdem hat es mir gereicht mit der Schönheit, jedes Straßenschild mit noch mal drei Schnörkeln. Das tut irgendwann auch mal in den Augen weh! Lars würde Paris wahrscheinlich nicht schön finden, weil es zu sehr versucht, die schönste Stadt der Welt zu sein. Aber dann hatte ich doch keine Paris-Krankheit, denn mich hat gar niemand angeschrien und am nächsten Tag hab ich mich auch wieder aus dem Haus getraut. Deshalb musste mich niemand von der Deutschen Botschaft ausfliegen.
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